
Ich habe nun die Uni-Klinik in Cottbus verlassen dürfen. Da gibt es viel zu loben – vor allem die, die einen umsorgen. Die Liste dessen, was alles nicht gerade zu meiner Gesundung beigetragen hat, ist deutlich länger.
Ja, das Gesundheitsystem ist unterfinanziert und man merkt, dass überall gespart wird. Doch dass Toiletten – eine für vier Patienten – über Stunden nicht funktionieren, dass nur sehr oberflächlich gereinigt wird, darf, kann nicht sein. Doch auch hier sehe ich den Sparteufel am Werk.
Was nichts mit Geld zu tun hat, ist die Tatsache, dass vor allem die Ärzte nur auf explizierte Nachfrage überhaupt mit einem reden. Kein wirkliches Entlassungsgespräch, nur ein kryptischer Brief. Keine Antwort darauf, warum ich von einem Diabetesmittel die vierfache Dosis im Krankenhaus nehmen musste, als zuvor. Oder wissen die um die Qualität des Essens?
Nein, es liegt nicht (nur) am Geld, es liegt an fehlender Kommunikation, ich meine sogar in einigen Fällen an fehlender Empathie und es liegt an zu vielen Routinen. Nur ein Beispiel: Warum misst man am Entlastungstag noch zweimal meinen Zucker. In dem einen Fall macht das nicht viel aus, doch bei allen Diabetikern? Was aus meiner Sicht fehlt, ist ein Qualitätsmanagement, ein ständiges Hinterfragen, was man da eigentlich tut. Wird ein Hinseher gesucht – meine Nummer hat man ja.
Nicht hinterfragen muss ich mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Wiltrud, Jakob
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: … aber reden ist Gold
… vor allem im Krankenhaus
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