
(djd). Über 6,5 Millionen gebrauchte Pkw wechselten im Jahr 2025 deutschlandweit ihre Besitzer, berichtet das Kraftfahrtbundesamt. Damit ist der Gebrauchtwagenmarkt im Vergleich zum Neuwagengeschäft mehr als doppelt so groß.
Wie können Kaufinteressenten beurteilen, ob das Auto der Wahl hält, was der Verkäufer verspricht? Ein frisch polierter Lack oder ein gesaugter Innenraum verraten wenig über den Zustand der Technik. Beim privaten Autokauf zählen oft das Bauchgefühl sowie die Angaben des Verkäufers. Beides kann trügerisch sein. Ein zurückgedrehter Tacho, ein verschwiegener Unfall oder eine schwächelnde Batterie zeigen sich bei der Probefahrt selten.
Unabhängige Beurteilung des Fahrzeugzustands
Fachleute raten deshalb dazu, den Zustand des Wunschfahrzeugs vor dem Kauf in einer Werkstatt überprüfen und schriftlich bescheinigen zu lassen. Neben dem allgemeinen Zustand von Motor, Beleuchtung, Bremsen und Co. sind dabei insbesondere Fehlermeldungen, die in den Steuergeräten des Fahrzeugs gespeichert sind, von entscheidender Bedeutung. Deshalb beruht etwa das Bosch Gebrauchtwagenzertifikat auf einer softwarebasierten und herstellerunabhängigen Bewertung. Über die Diagnoseschnittstelle werden gespeicherte Daten ausgelesen und in einem Bericht zusammengeführt. Besonders im Fokus stehen dabei gespeicherte Unfälle, Hinweise auf eine mögliche Manipulation des Kilometerstandes, aktuelle Fehlercodes sowie ein womöglich überfälliger Service. Von diesem Vorgehen profitieren private Käufer und Verkäufer gleichermaßen: Wer den Zustand des Gebrauchten schwarz auf weiß in der Hand hält, kauft mit deutlich geringerem Risiko. Der Anbieter eines gepflegten Wagens wiederum gewinnt ein Argument für die Verkaufsgespräche.
Batteriezustand bei Stromern und Hybridautos besonders wichtig
Mit dem wachsenden Markt für gebrauchte Elektroautos und Hybridmodelle rückt zudem der Gesundheitszustand der Hochvoltbatterie in den Mittelpunkt. Schließlich ist die Antriebsbatterie das teuerste Bauteil im Wagen, ihr Zustand beeinflusst sowohl die Reichweite als auch den Restwert. „Erst das Auslesen der gespeicherten Daten macht sichtbar, wie es um die Antriebsbatterie bestellt ist. Wer diese Information vor dem Kauf kennt, verhandelt auf Augenhöhe“, erklärt dazu Bosch-Experte Markus Baier. Der Ablauf für das Gebrauchtwagenzertifikat ist unkompliziert: Das Fahrzeug wird in der Werkstatt mit dem Diagnosegerät verbunden, die Informationen werden aufbereitet, schon kurze Zeit später liegt das Zertifikat mit den individuellen Daten vor.
Unter www.boschcarservice.com/de etwa lassen sich Werkstätten in der Nähe für eine gründliche Fahrzeugüberprüfung finden.
Foto: djd/Robert Bosch
Vertrauen ist gut, prüfen noch besser
Beim Autokauf mit einem Gebrauchtwagen-Zertifikat auf Nummer sicher gehen
Veröffentlicht am: 22.06.2026
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