
67,1 Prozent der Frauen, die in einer Partnerschaft leben, geben an, die Küche überwiegend selbst zu putzen, bei den Männern sind es 23,2 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Traumhausverlosung unter mehr als 1.200 Deutschen.
Klassische Rollen: Sie kocht und putzt, er bringt den Müll raus
Nicht nur beim Putzen zeigt sich eine klassische Rollenverteilung: 59,6 Prozent der Frauen, die in Partnerschaft leben, geben an, überwiegend selbst zu kochen, bei den Männern sind es 26,3 Prozent. Zudem kümmern sich mehr als vier von zehn Frauen (42,9 Prozent) um die Essensplanung, während es bei den Männern 13,1 Prozent sind. Auch beim Geschirr aufräumen beziehungsweise spülen liegt der Anteil der Frauen mit 51,3 Prozent über dem der Männer (31,8 Prozent). Umgekehrt sieht es beim Müll aus: 48 Prozent der Männer bringen ihn überwiegend raus, bei den Frauen sind es 27,1 Prozent.
Frauen wünschen sich Stauraum, Männer Pizzaofen und Grill
Bei der Ausstattung der Traumküche setzen Frauen und Männer unterschiedliche Prioritäten: Für ihre Traumküche wünscht sich fast jede zweite Frau (49,5 Prozent) viel Stauraum, bei den Männern sind es 34,5 Prozent. Frauen ist außerdem häufiger ein Thermomix (25,9 vs. 18,3 Prozent) oder eine Küchenmaschine (30,3 vs. 24,5 Prozent) besonders wichtig. Männer legen häufiger Wert auf einen Pizzaofen (17,7 vs. 9,5 Prozent) oder einen Grill (15,2 vs. 8,3 Prozent). Bei der Heißluftfritteuse liegen Frauen und Männer mit 46,6 beziehungsweise 44,1 Prozent dicht beieinander.
So stellen sich die Deutschen ihr Traumhaus vor
Beim Traumhaus sind sich die Deutschen überwiegend einig: Der Garten gehört für 40,1 Prozent zu den wichtigsten Bereichen, dicht gefolgt von einem großzügigen Wohn- und Familienbereich (39,2 Prozent) und einer Terrasse (36,1 Prozent). Fast jeder Vierte wünscht sich außerdem eine offene Wohnküche mit Kochinsel (23,8 Prozent) oder legt besonderen Wert auf das Badezimmer (24,3 Prozent). Erst beim genaueren Blick auf Frauen und Männer zeigen sich Unterschiede: Ein Arbeitszimmer zählt für 16 Prozent der Männer zu den wichtigsten Bereichen, bei den Frauen sind es 8,2 Prozent. Frauen nennen dafür häufiger das Badezimmer (27,1 vs. 21,3 Prozent).
Die Küche als Raum für Alltagskonflikte
Wenn es zu kleinen Alltagskonflikten kommt, ist die Küche für 27,1 Prozent der Deutschen der Schauplatz, häufiger kracht es allerdings im Wohnzimmer (36,7 Prozent). In der Küche sorgen vor allem die Sauberkeit (31,6 Prozent) und stehen gelassenes Geschirr (30,3 Prozent) für Diskussionen. Auch die Essensplanung (19,7 Prozent), das Rausbringen des Mülls (18,8 Prozent), das Ausräumen des Geschirrspülers (16,7 Prozent) und der Abwasch (14,7 Prozent) bieten Konfliktpotenzial. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Generationen: 33,2 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nennen die Küche als den Raum, in dem kleine Alltagskonflikte entstehen, bei den 62- bis 80-Jährigen sind es 19 Prozent. Gleichzeitig räumen 48,1 Prozent der Jüngeren nach dem Essen direkt auf und machen sauber, bei den 62- bis 80-Jährigen sind es 63,3 Prozent.
Erst Küchenstreit, dann Versöhnungssex
Nach einem Konflikt setzen die Deutschen auf Aussprache: 34,8 Prozent geben an, sich am häufigsten auszusprechen. 16,1 Prozent versöhnen sich mit einer Umarmung, 14,1 Prozent durch eine Entschuldigung. 14,4 Prozent ignorieren den Konflikt hingegen. Versöhnungssex ist für 6,1 Prozent die häufigste Form der Versöhnung. Insgesamt geben 7,3 Prozent an, häufig Versöhnungssex zu haben, weitere 17,4 Prozent gelegentlich. Bei den Jüngeren spielt körperliche Versöhnung eine größere Rolle: 12,1 Prozent der 18- bis 29-Jährigen geben an, häufig Versöhnungssex zu haben, weitere 17,0 Prozent gelegentlich. Bei den 62- bis 80-Jährigen sind es 4,8 beziehungsweise 10,6 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: 10,5 Prozent der Männer geben an, häufig Versöhnungssex zu haben, bei den Frauen sind es 4,4 Prozent.
„Wir sprechen viel über Gleichberechtigung, doch unsere Umfrage zeigt, dass die Aufgaben im Haushalt noch immer sehr unterschiedlich verteilt sind. Ein Zuhause wird schließlich nicht nur durch seine Ausstattung geprägt, sondern vor allem dadurch, wie wir darin leben und unseren Alltag miteinander gestalten. Das spiegelt sich auch in den Wünschen der Menschen an ihr Traumhaus wider: Besonders wichtig sind ihnen Orte, an denen das gemeinsame Leben stattfindet: ein Garten, eine Terrasse oder ein großzügiger Wohnbereich. Genau das greifen wir mit unseren Traumhäusern auf, aktuell an der Ostsee: mit viel Platz für gemeinsame Zeit, einer großen Terrasse und einem Garten mit unverbaubarem Ostseeblick“, sagt Luisa Haxel, Geschäftsführerin der Traumhausverlosung.
Foto: Pixabay
Umfrage: Wer kocht, wer putzt, wer räumt auf?
So ticken die Deutschen zu Hause
Veröffentlicht am: 23.10.2026
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