
In den kommenden Tagen beginnen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Sommerferien. Die weiteren Bundesländer folgen in den darauffolgenden Wochen. Für viele Familien startet damit die schönste Zeit des Jahres, häufig jedoch zunächst mit einer langen Autofahrt.
Volle Autobahnen, Staus und Zeitdruck können den Urlaubsbeginn schnell belasten. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) empfiehlt daher, bereits die Anreise möglichst entspannt und gut vorbereitet anzugehen.
Ein entscheidender Faktor für die Sicherheit auf langen Fahrten ist die körperliche Verfassung des Fahrers. Müdigkeit am Steuer wird nach wie vor unterschätzt und auf neue elektronische Systeme wie adaptiven Tempomat oder Notbrems- und Spurhalteassistenz sollte man sich nie vollends verlassen.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) wurden im Jahr 2024 deutschlandweit 1.866 Verkehrsunfälle mit Personenschaden eindeutig auf Übermüdung zurückgeführt. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein. Wer also eine längere Strecke vor sich hat, sollte deshalb ausgeschlafen starten und möglichst einen Fahrerwechsel einplanen. Treten erste Anzeichen von Müdigkeit auf, helfen weder laute Musik noch geöffnete Fenster dauerhaft. Deutlich wirksamer sind regelmäßige Pausen, Bewegung an der frischen Luft oder ein kurzer Powernap von etwa 20 Minuten.
Rücksichtnahme und gute Planung
Ebenso wichtig ist eine entspannte Fahrweise. Gerade in der Ferienzeit sorgen dichtes Verkehrsaufkommen und Staus häufig für Stress. Wer gelassen bleibt, ausreichend Zeit einplant und sich nicht von Dränglern oder hektischem Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer provozieren lässt, reist nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates wurden 2024 bundesweit 37.614 Fälle von Nötigung im Straßenverkehr registriert. Der AvD appelliert hier zu mehr Rücksichtnahme und vorausschauendem Fahren, da diese wesentlich zu einem entspannteren und sicheren Miteinander auf den Straßen beiträgt.
Für Familien empfiehlt sich eine besonders sorgfältige Reiseplanung. Kinder empfinden lange Fahrten oft als anstrengend. Hörbücher, Spiele und ausreichend Verpflegung können die Reisezeit angenehmer gestalten. Regelmäßige Pausen helfen dabei, Bewegungsdrang abzubauen und beugen Reiseübelkeit vor. Wichtig ist zudem, Kinder niemals, auch nicht für wenige Minuten, im abgestellten Fahrzeug zurückzulassen. Nicht nur bei den extremen Temperaturen der vergangenen Tage kann sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.
Stressabbau bei der Fahrt
Wer seine Route vorab plant, das Fahrzeug vor der Abreise technisch überprüft und genügend Zeitreserven einbaut, schafft die besten Voraussetzungen für einen stressfreien Start in den Urlaub. Einfache Entspannungsübungen können auch während der Fahrt helfen, den Stress abzubauen und achtsamer im Straßenverkehr zu sein. Den Fokus nur auf das eigene Fahrverhalten lenken, nicht über andere ärgern und sich vornehmen: „Ich bleibe ruhig!“ Rücksicht nehmen, etwa beim Einfädeln oder beim Parkvorgang. Dankbarkeit signalisieren, etwa durch Winken oder Zunicken. Denn das trägt zu einer gemeinsamen, besseren Stimmung bei. Und wenn es doch stressig wird, kann auch mal eine tiefe Bauchatmung direkt zur Beruhigung beitragen. Schließlich sollte die Erholung nicht erst am Zielort beginnen.
Selbst bei einer Panne bringt es nichts, sich aufzuregen. In dem Fall hilft am besten der direkte Kontakt zum AvD, online über das Kontaktformular oder per Telefon deutschlandweit an 0800 990 99 09 und sogar weltweit an +49 69 6606 600.
Quelle: AvD
So wird schon die Fahrt in den Urlaub zur Erholung
AvD gibt Entspannungstipps für die lange Fahrt
Veröffentlicht am: 28.06.2026
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