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Nach Vegan, Flexitarian und Carnivore kommt Locavore. Dahinter steckt eine denkbar einfache Idee: Gegessen wird möglichst das, was aus der unmittelbaren Umgebung stammt. Als Orientierung gilt häufig ein Radius von rund 100 Kilometern. Im Finca Cortesin an der andalusischen Küste passt dieser Gedanke zu einer Küche, die schon lange auf Nähe, Saison und Herkunft setzt.
Luxus wurde kulinarisch lange an Entfernung gemessen: Wagyu aus Japan, Austern aus Frankreich, Gemüse unabhängig von der Jahreszeit. Finca Cortesin dreht diese Logik um. Nicht wie weit ein Produkt gereist ist, macht es besonders, sondern wie nah man seinem Ursprung kommt.
Die Voraussetzungen dafür liegen praktisch vor der Haustür. Im eigenen Bio-Gemüsegarten wachsen Gemüse und Kräuter für die Küchen des Resorts. Dazu kommen saisonale Produkte aus Andalusien sowie Fisch und Meeresfrüchte von der südspanischen Küste. Die Region selbst wird damit zur Speisekammer.
Besonders sichtbar wird diese Philosophie im Restaurant REI, wo mediterrane Produkte auf japanisch inspirierte Techniken und Aromen treffen. Im El Jardín de Lutz steht die Küche Andalusiens im Mittelpunkt – mit saisonalen Zutaten aus der Region und Gerichten, die ihren Charakter aus ihrer Herkunft beziehen.
Locavore Dining bedeutet dabei keineswegs Verzicht. Im Gegenteil. Eine Tomate muss nicht im Winter auf der Karte stehen, ein Fisch nicht um die halbe Welt fliegen, um exklusiv zu sein. Saison, Herkunft und kurze Wege werden selbst zum Qualitätsmerkmal.
Damit bekommt auch der Begriff Luxus eine neue kulinarische Bedeutung: weniger Exotik um jeden Preis, mehr Nähe zum Produkt. Weniger Flugmeilen auf dem Teller, mehr Andalusien.
Vom Garten bis zum Meer
Finca Cortesin setzt auf die 100-km-Küche
Veröffentlicht am: 14.10.2026
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